Spielbericht 2. Mannschaft, 3. Spieltag Landesliga Süd, Samstag, 15.08.2026, 15:00 Uhr SV Ludweiler – Spvgg Quierschied 2 4:3 (2:2)
Am 3. Spieltag der Landesliga Süd reiste unsere Zwädd zum Auswärtsspiel nach Ludweiler. Nach der starken Leistung in der Vorwoche beim FC Neuweiler wollte das Team unbedingt an diesen Auftritt anknüpfen. Die Hausherren waren mit einer Niederlage gegen Neuweiler und einem 1:1-Unentschieden gegen den SV Auersmacher in die Saison gestartet. Ähnlich wie in der Vorwoche überließ unsere Mannschaft den Gastgebern zunächst mehr Ballbesitz. Die Marschroute war klar: Kompakt stehen und defensiv stabil arbeiten. Diesmal griffen die Rädchen jedoch nicht sofort ineinander. In der 8. Minute chippte Manuel Vallone den Ball sehenswert über unsere Abwehrkette – Benjamin Schneider lauerte blank vor dem Kasten und vollstreckte eiskalt zur frühen 1:0-Führung für Ludweiler. Die Hausherren blieben am Drücker und erarbeiteten sich in den folgenden 20 Minuten gute Offensivszenen. Ein ums andere Mal war es jedoch unserem starken Schlussmann Noah Nitzschke zu verdanken, dass der Rückstand nicht anwuchs.
Unsere Elf deutete bei Umschaltmomenten Gefahr an, verpasste beim entscheidenden letzten Pass jedoch zweimal um Haaresbreite den freien Lauf auf das gegnerische Tor. In der 32. Minute belohnte sich die Zwädd für den Aufwand: Ein Angriff über die linke Seite landete bei Lorenz Segner. Dieser ließ seinen Gegenspieler mit einem feinen Beinschuss stehen und hämmerte das Leder aus 18 Metern trocken in die kurze Ecke zum 1:1-Ausgleich. Nur neun Minuten später (41.) spielte sich unsere Truppe erneut stark über links frei. Segner flankte präzise an den zweiten Pfosten zu Reyan Mohammed, der den Ball clever querlegte. Tim Martin musste aus fünf Metern nur noch einschieben – Spiel gedreht, 1:2! Die Führung kam zu diesem Zeitpunkt zwar etwas glücklich, war aber das Resultat maximaler Effizienz. In der folgenden Druckphase verpasste Yannik Eiler per Kopf den dritten Treffer. Stattdessen schlug Ludweiler mit dem Halbzeitpfiff zurück: Ein scharf geschlagener Halbfeld-Freistoß von Christian Puff segelte an Freund und Feind vorbei und schlug bitter am langen Pfosten zum 2:2-Pausenstand ein.

Der zweite Durchgang präsentierte sich völlig verändert. Unsere Mannschaft übernahm sofort das Kommando und belohnte sich in der 49. Minute prompt. Erneut setzte sich Lorenz Segner energisch durch; sein Abschluss klatschte zwar an den Pfosten, doch Reyan Mohammed schaltete am schnellsten und drückte den Abpraller zur 2:3-Führung über die Linie. In der Folge stand die Defensive sicher und ließ eine halbe Stunde lang kaum etwas zu – und wenn, war Noah Nitzschke zur Stelle. Das große Manko blieb die Chancenverwertung, um den Sack endgültig zuzumachen. Zunächst scheiterte Mathis Römer nach einer Ecke per Kopf am glänzend reagierenden Heim-Keeper. Kurz darauf lief Noah Schäfer alleine auf den weit vor seinem Kasten stehenden Torwart zu, traf jedoch im Abschluss die falsche Entscheidung. Das Pech blieb treu: Erst scheiterte Segner am Aluminium, kurz darauf traf Tim Martin nur den Innenpfosten, von wo aus der Ball Zentimeter am einschussbereiten Mohammed vorbeistreifte. Vier Hochkaräter, von denen mindestens zwei im Netz hätten zappeln müssen. In der Schlussphase überschlugen sich die Ereignisse. In der 83. Minute lief Reyan Mohammed völlig frei auf das Tor zu und hätte nur querlegen müssen – der Unparteiische pfiff die Situation jedoch wegen eines vorherigen Fouls im Mittelfeld zurück und verwehrte den Vorteil.
Es kam, wie es kommen musste: In der 86. Minute zog Timo Großmann ab und setzte den Ball über das Tor. Erst nach dem Abschluss traf er den Fuß unseres Innenverteidigers Yannik Eiler. Zum Entsetzen unserer Mannschaft entschied der Schiedsrichter auf Strafstoß – eine extrem harte und strittige Entscheidung, da Eiler nicht aktiv in den Zweikampf ging. Jury Vullo verwandelte den fälligen Elfmeter sicher zum 3:3. Die Gemüter kochten nun hoch. In der 90. Minute sah Spielertrainer Müller nach einer vermeintlichen verbalen Entgleisung im Tumult die Rote Karte. Es sollte noch dicker kommen: In der 93. Minute tankte sich Nico Czeschka zu leicht über unsere rechte Abwehrseite durch und bediente Timo Großmann im Rückraum, der zum 4:3-Siegtreffer für die Hausherren einschob. Ein maximal unglücklicher Spielverlauf für unsere Mannschaft, die spielerisch und kämpferisch in der zweiten Halbzeit eine hervorragende Leistung gezeigt hatte.
Am Ende steht eine extrem bittere Niederlage, doch auf dieser Leistung lässt sich aufbauen. Einsatz, Wille und Einstellung haben wie schon gegen Neuweiler absolut gestimmt. Genau diese Tugenden gilt es nun Woche für Woche abzurufen, um die verdienten Punkte einzufahren. Am kommenden Sonntag steht direkt Wiedergutmachung an: Um 13:00 Uhr empfängt unsere Zwädd den FV Fischbach zum packenden Derby. Die Mannschaft braucht in diesem wichtigen Spiel jede Unterstützung.
